Die neue Seidenstraße "One Belt -One Road"

10.09.2018 18:09:41 | Vorsitzende, Isolde Gomberg
Vortrag der GDCF Siegen  in Kooperation mit FJM Gymnasium, Siegen-Weidenau
über die „Neue Seidenstraße“
 
am:                  27. September 2018, um 19 Uhr im Lichthof
wo:                  Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium,
                        Ferndorfstraße 10, 57076 Siegen-Weidenau
                       
 
Die Neue Seidenstraße   „One Belt – One Road“,
Konzept einer umfassenden politischen Strategie  der chinesischen Führung
 
Seit der chinesische  Parteichef und Staatspräsident Xi Jinping 2013 an die Macht kam,
verfolgt er das Ziel ein umfassendes eurasisches Infrastrukturnetz aus Eisenbahnlinien,
Seehäfen-Verbindungen, nach China führenden  Pipelines und im Wesentlichen von China finanzierten Wirtschaftskorridoren zwischen China und Zentralasien aufzubauen. Dabei erinnert er gerne in seinen Reden an die alte Seidenstraße und die historische Verbundenheit des Reiches der Mitte mit den zentral-asiatischen Staaten.
 
Dahinter steht allerdings das vitale Interesse der Wirtschafts- und der politischen Supermacht China seine Energie- und Rohstoffversorgung zu sichern und seine
Absatzmärkte auf- und auszubauen.  Dies ist auch für die europäischen Staaten um so
bedeutsamer als der neue amerikanische Präsident offensichtlich weiter den Weg des
Wirtschaftlichen Protektionismus bis zu Wirtschaftskriegen beschreiten will.
 

                                    Quelle: Spiegel online vom 07.04.2018
 
 
Das Konzept der „One Belt – One Road“ Strategie bietet große Chancen für Deutschland und die europäischen Staaten, allerdings ist es auch höchste Zeit für eine Haltung der Bundesregierung und vor allem eine gemeinsame Haltung der EU-Staaten zu diesem Projekt. Europäische oder deutsche Kritik an der von China initiierten Gruppe 16 + 1 gegenüber China gehen ins Leere wenn die Europäer selbst keine handlungsfähige Meinung zur chinesischen Strategie haben.  Sollte sich dies nicht bald ändern, wird China in einigen Staaten allein seine Schwerpunkte nach seinen Interessen und in Folge dessen auch neue Regeln setzen.
 
Der Referent
Johannes Pflug war 15 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretender außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzen-
der der Deutsch/Chinesischen Parlamentariergruppe. Außerdem war er in mehreren supranationalen Gremien ständiges Mitglied und hat in mehr als 60 China-Besuchen auch als Begleiter von BK Schröder, BKin Merkel, Außenminister Steinmeier und Westerwelle sowie Bundespräsident Köhler viele chinesische Politiker und chinesische Politiker kennen gelernt.
 
Als Duisburger Chinabeauftragter kann Pflug zudem über die Erfahrungen seiner Stadt als ein für die Chinesen sehr wichtiger Knotenpunkt der „Neuen Seidenstraße“ für die aus verschiedenen chinesischen Städten Im Duisburger Hafen ankommenden Züge berichten.